Silvesterreisen 2011 / 2012

Silvesterreise nach Madeira - Feiern auf der Blumeninsel

Wenn Sie Silvester einmal auf einer Insel verbringen wollen, verschont vom kalten Winterwetter und mit geringer Flugzeit, dann ist Madeira Ihr Reiseziel. Gut 1000 Kilometer von Portugal und 500 Kilometer von Afrika entfernt liegt mitten im Atlantik die auch Blumen- oder Frühlingsinsel genannte Autonome Region Madeira, die politisch zu Portugal und damit zur EU gehört. Mit nur 4 Stunden Flugzeit gelangen Sie in Windeseile auf die beliebte Wanderinsel. Gut, dass mittlerweile der Flughafen an der Steilküste im Osten der Insel modernisiert und die Landebahn verlängert wurde. So wird Ihre Anreise noch sicherer. Nur eingewiesene Piloten dürfen den anspruchsvollen Landeanflug ausführen.

Durch die Lage und das vorherrschende milde Klima blühen das ganze Jahr über exotische Pflanzen auf der Insel. Die Wasser- und Lufttemperatur im Dezember und Januar liegt bei ca. 19 bis 20 Grad Celsius. Nachts gehen die Temperaturen runter auf 14 bis 15 Grad. Da es im Norden Madeiras häufig regnet, im Süden aber ein trockenes, warmes Klima herrscht, wurden im Laufe der Besiedlungsgeschichte der Insel von Sklaven Bewässerungskanäle angelegt, an denen entlang man heute einzigartige Wanderwege vorfindet. Also unbedingt Wanderschuhe einpacken, wenn Sie ein paar Tage länger als nur Silvester auf Madeira verbringen wollen.

Bei der Unterkunft können Naturverbundene sogar den Campingplatz nutzen. Das Wetter macht es möglich. Wer etwas mehr Komfort möchte, dem steht neben Sternehotels und Ferienhäusern die traditionelle Urlaubsunterkunft auf Madeira, Gästezimmer in ehemaligen Herrenhäusern (Quintas), zur Verfügung.

Vor oder nach dem weltbekannten Feuerwerk von Madeira sollten Sie unbedingt genügend Zeit einplanen, die Sehenswürdigkeiten der Insel zu besuchen. Gerade im Winter ist Madeira nicht so überlaufen, Silvester natürlich ausgenommen. Wenn Sie nicht den "Mercado dos Lavradores", den Markt der Arbeiter in Funchal mit seinen vielen exotischen Produkten besuchen, eine Bonbonfabrik besichtigen oder einen Ausflug in eines der kleinen Fischerdörfchen machen, sollten Sie die Natur von Madeira in sich aufnehmen. Es gibt immer wieder atemberaubende Aussichten, etwa von dem Aussichtspunkt Pico dos Barcelos auf die Bucht von Funchal, die Steilküsten machen es möglich. Neben über 700 Pflanzenarten beeindrucken die Botanischen Gärten wie etwa der "Palheiro Gardens" mit seiner Kamelienblüte um Silvester und die Orchideengärten mit Blick auf die Inselhauptstadt Funchal.

Aufgrund der Felsenküste gibt es keine kilometerweiten Sandstrände. Abhilfe schaffen aber dafür extra geschaffene Naturschwimmbäder an der Küste. Insgesamt hat Madeira 7 Naturschutzgebiete, der Lorbeerwald "Ribeiro Frio" ist sogar Unesco Weltnaturerbe. Er ist einer der ältesten Wälder der Welt und bedeckte einst viel mehr von der Insel als heute. Früher wurde zwecks Brennholzgewinnung in der Vergangenheit der Waldbestand stark dezimiert. Nicht von ungefähr bedeutet das portugiesische Wort Madeira übersetzt "Holz". Eines der Naturschutzgebiete befindet sich unter Wasser an der Südküste der Insel.

Zu Silvester strahlen die Häuser und Bäume von Madeira und insbesondere Funchal im Glanz der Lichterketten. Restaurants und Hotels bieten Galadinners an und im Hafen gibt es Live-Musik von einer extra aufgebauten Bühne. Dort wird vor allem in den Clubs und Bars bis in den Neujahrsmorgen hinein ausgelassen gefeiert. Das Feuerwerk im Hafen von Madeira ist der Höhepunkt der Silvesternacht und weltbekannt. Es hat es schon ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Immerhin kostet es auch 1 Millionen Euro. Um Mitternacht, zum Glockengeläut werden am 31.12. an gut 25 verschiedenen Stellen der Hänge die Raketen gleichzeitig entzündet. Ein spektakulärer Anblick, den man am besten vom Wasser aus auf sich wirken lässt. Zwar kostet es nicht wenig Geld, aber dafür gibt es extra Schiffe, die Sie zum Feuerwerk aus dem Hafen fahren. Viele Kreuzfahrtschiffe ankern im Hafen von oder vor Madeira, um ihren Gästen eine tolle Aussicht zu bieten. Eine andere Idee für einen ungetrübten Blick zum Feuerwerk ist es, in den höher gelegenen Villenort Monte zu fahren. Allerdings sollte man dies rechtzeitig tun, da gegen Abend die Zufahrtsstraßen zu den Hängen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Auch bei der Jesusstatue Christos Rei in Garajau hat man einen guten Blick auf den nächtlichen Feuerwerkshimmel.

Ein besonderer Silvesterbrauch in Portugal und auch auf Madeira ist es, um Mitternacht zwölf Rosinen zu essen. Sie stehen für die kommenden 12 Monate und den entsprechenden Wunsch. Bleibt nur noch zu sagen: Feliz ano novo!